Liebe DGNI-Mitglieder,
Ich freue mich sehr, Ihnen wieder Einblicke in die aktuelle Arbeit des DGNI-Präsidiums geben zu dürfen. Aktuell wird die ANIM 2026 in Dortmund vorbereitet. Wir freuen uns schon jetzt auf viele spannende Vorträge bei der Jubiläumsfeier. Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, die Zahlen zurecht zu rücken: Strenggenommen fand bereits 1984 zum ersten Mal ein Treffen der Neuro-Intensivmediziner in Essen statt. Während des 3. Arbeitstreffens in Hamburg 1986 wurde dann die Arbeitsgemeinschaft neurologische Intensivmedizin (ANIM) offiziell gegründet – das ist der Grund, warum wir die ANIM im kommenden Jahr als Jubiläumstagung würdigen. Geplant ist ein spannender Rückblick auf die letzten 40 Jahre neurologische und neurochirurgische Intensivmedizin in Deutschland aus klinischer Sicht und aus der Forschungsperspektive. Zudem wollen wir natürlich in die Zukunft blicken - der Zug NeuroIntensivmedizin hat rasant Fahrt aufgenommen… in diesem Kontext möchte ich auch noch einmal auf die Möglichkeit der Abstract-Einreichung hinweisen: Die Deadline ist der 08. September.
Wenn sie unsere Newsletter- und Social Media-Beiträge verfolgt haben, dann sind Sie sicher bereits auf die tollen ausgeschriebenen Preise der DGNI gestoßen. Der DGNI-Nachwuchsförderungspreis ist mit 20.000 Euro dotiert und soll explizit an Nachwuchswissenschaftler:innen gehen, die das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und noch nicht habilitiert sind. Mit dem Preis sollen innovative Forschungsprojekte der NeuroIntensivmedizin gefördert werden - wir freuen uns auf viele Bewerbungen. Mit dem Zukunftspreis der DGNI, dotiert mit 10.000 Euro, soll ein besonders innovatives Forschungsprojekt aus dem Bereich der NeuroIntensiv- und Neuronotfallmedizin mit Bezug auf neue technologische Entwicklungen wie beispielsweise Bedside Techniken, Big Data - Analysen und künstliche Intelligenz oder neue Lösungen durch Tele-Intensivmedizin prämiert werden. Wichtig ist, dass das Projekt unabhängig von Förderungen durch die Industrie entwickelt und durchgeführt wird. Bewerbungsschluss für den DGNI-Nachwuchsförderpreis und den Zukunftspreis der DGNI ist der 30. September. Gemeinsam mit der DGN wird außerdem wieder der NeuroIntensiv-Preis der DGN und DGNI mit einer Summe von 5000 Euro vergeben. Hiermit soll eine Kollegin oder ein Kollege ausgezeichnet werden, die/der sich über mehrere Jahre mit vielen interessanten Projekten und damit Publikationen für die Weiterentwicklung der NeuroIntensivmedizin verdient gemacht hat. Die Bewerbungsfrist dafür ist der 31. August.
Besonders hervorheben möchte ich den DGNI Pflege- und Therapiepreis. Eingereicht werden können veröffentlichte, aber auch unveröffentlichte Texte wie Abschlussarbeiten, Projektberichte, aber auch Studien aus der Pflege, die nicht älter als 24 Monate sind. Bewerbungsunterlagen für den DGNI Pflege- und Therapiepreis müssen bis zum 15. November eingereicht werden. Details zu den Preisen finden Sie auf unserer Homepage.
Auch politisch gibt es viel zu tun. Brandaktuell ist eine geplante Überarbeitung der Kriterien für die gestufte Notfallversorgung in Deutschland. Die DGNI setzt sich sehr dafür ein, dass auch weiterhin eine qualitativ hochwertige Versorgung akuter neurologischer und neurochirurgischer Krankheitsbilder gewährleistet werden kann. Ein wichtiges Anliegen ist uns dabei die Aufrechterhaltung der in der Vergangenheit gewachsenen Strukturen für die Versorgung von Patienten mit Schlaganfall auch in der Fläche. Darunter fallen vor allem Strukturen zur Schlaganfallversorgung durch kleinere hochspezialisierte Kliniken ohne eigene interdisziplinäre Notaufnahmen, die den Kriterien der gestuften Notfallversorgung entsprechen würden. Als Präsidium der DGNI sind wir in die entsprechenden Stellungnahmeverfahren eingebunden und werden bei entsprechenden Anhörungen wie auch in der Vergangenheit präsent sein. In der Notfallmedizin hat die Einführung der Zusatzbezeichnung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ maßgeblich zu einer Verbesserung der Notfallversorgung beigetragen. Gemeinsam mit der DIVI steht die DGNI für eine weitere Stärkung der Zusatzbezeichnung und setzt sich für eine Bereitstellung von ausreichenden Ressourcen zur entsprechenden Weiterbildung von Kolleginnen und Kollegen ein, damit die Zusatzweiterbildung „klinische Akut- und Notfallmedizin“ hoffentlich künftig flächendeckend verfügbar sein wird.
International bleibt die DGNI vernetzt. Katja Wartenberg hat uns auf dem EuroNeuro in Paris vertreten; Eindrücke vom Kongress konnten Sie auf LinkedIn, Instagram und Facebook nachlesen. Als nächster internationaler Kongress steht für Prof. Dr. Westermeier Anfang August der Besuch der Annual Conference of Society of Neurocritical Care (SNCC) in Indien an und im September freuen wir uns schon auf die Jahrestagung der Neurocritical Care Society (NCS) in Montréal, Canada.
Personell hat sich das Präsidium in diesem Frühjahr verstärkt. Es freut mich sehr, dass Herr Prof. Dr. Julian Bösel die Einladung, als Generalsekretär in der DGNI mitarbeiten zu dürfen, angenommen hat. Herr Prof. Bösel hat in den vergangenen Jahren viel für die DGNI getan und wird sich auf seiner neuen Position in den nächsten Jahren für die Belange der neurologischen Notfall- und Intensivmedizin einsetzen. Danke Julian!
Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre stetige Arbeit in der NeuroIntensiv- und -notfallmedizin herzlich bedanken – wenn Sie derzeit diesbezüglich nicht aktiv tätig sind, freut es mich, dass Sie weiterhin interessiert am Ball bleiben. Ich freue mich auf viele Einreichungen von Abstracts für die ANIM 2026 und auf mehrere hochkarätige Bewerbungen für die oben genannten Preise der DGNI.
Herzliche Grüße,
Prof. Dr. Matthias Klein





