Prospektives Register zu MENingitis auf INTensivstationen in Deutschland
MENINT-Register
Studiennummer
DRKS00017576
Link (DRKS/EudraCT/ClinicalTrials.gov)Projektleitung
Prof. Dr. med. Matthias Klein
Zentrum
Multizentrische Studie mit leitendem Studienzentrum LMU München; weitere bisher rekrutierende Zentren: Aachen, Erlangen, Frankfurt, Gießen, Heidelberg, Jena, Karlsruhe, Kassel, Leipzig, Mainz, TU München, Münster, Rostock.
Kurzbeschreibung
Es handelt sich um ein prospektives, nationales Register zu bakteriellen Meningitiden auf Intensivstationen in Deutschland. Ziel ist die systematische Erhebung von klinischen Symptomen, Untersuchungsbefunden sowie laborchemischer und apparativer Diagnostik in der Initialphase der Erkrankung. Zudem sollen die Inzidenz relevanter Komplikationen und deren jeweilige Behandlungsansätze mit ihrem Effekt auf die Prognose erhoben und der Langzeitverlauf durch eine Nachbefragung der Patienten erfasst werden.
Weitere Zentren gewünscht
neinKontakt
Prof. Dr. med. Matthias Klein
Matthias.Klein@med.uni-muenchen.de
Dr. med. Stefanie Völk
Stefanie.Voelk@med.uni-muenchen.de
Ausführliche Informationen
Hintergrund
Inzidenz und Mortalität der bakteriellen Meningitis zeigen durch Impfprogramme und verbesserte Therapiemöglichkeiten seit Jahren eine rückläufige Tendenz. Allerdings liegt bei der Pneumokokkenmeningitis, der mit Abstand häufigsten Form der ambulant erworbenen Meningitis, die Mortalität immer noch bei ca. 10-15% und bis zu 50% der Patienten behalten z.T. schwerwiegende neurologische Defizite.
Studiendesign
Es handelt sich um ein prospektives, nationales Register zu bakteriellen Meningitiden auf Intensivstationen in Deutschland. Ein ähnliches Register ist bislang nur in den Niederlanden etabliert, dort wird der intensivmedizinische Verlauf aber nur wenig erfasst.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Registers liegt in der systematischen Erhebung von klinischen Symptomen, Untersuchungsbefunden sowie laborchemischer und apparativer Diagnostik in der Initialphase der Erkrankung. Außerdem sollen die Inzidenz relevanter Komplikationen und deren jeweilige Behandlungsansätze mit ihrem Effekt auf die Prognose systematisch erhoben werden. Der Langzeitverlauf soll durch eine Nachbefragung der Patienten erfasst werden.
Im Rahmen des Registers werden Informationen anhand eines Case-Report-Forms durch die behandelnden Zentren dokumentiert und zur Auswertung an das Studienzentrum an der LMU München weitergeleitet. Zur Erfassung des langfristigen funktionellen Zustands von Patienten 6-12 Monate nach Krankenhausentlassung erfolgt eine erneute Kontaktaufnahme mit den Patienten bzw. deren gesetzlichen Betreuern, bei der alltagsrelevante Funktionen und relevante Meningitis-assoziierte Komplikationen wie Hörminderungen, neurokognitive Defizite sowie fokal-neurologische Ausfälle evaluiert werden.
Einschlusskriterien
Patientenalter ≥18 Jahre und Diagnose ambulant erworbene bakterielle Meningitis (Keimnachweis im Liquor; alternativ Liquorzellzahl >1000/µl, Protein >100mg/dl und Liquor/Serum Glucose <0,3 oder Liquor Lactat ≥3,5mmol/l)
Ausschlusskriterien
Alter < 18; nosokomiale Meningitis
Patientenzahl
Bisher 277 Studieneinschlüsse, Rekrutierung läuft
Finanazierung
DGNI




